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ZIVILLUFTFAHRT |
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AIRBUS A330 |
Keine
Sorgen mit dem Nachwuchs
von Herbert
Schmell, 26. Februar 1999
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Aus Toulouse
wird dieses Jahr jeden Monat ein Airbus A330-223 zur Ablieferung an Swissair
nach Zürich überflogen
Eine
Flugzeugeinführung wie aus dem Buche erfährt die Swissair
gegenwärtig mit ihrem neuen Langstreckenjet Airbus A330-223. Anfang
März wird bereits das sechste Flugzeug in Zürich eintreffen.
Bei der Einführung neuer Flugzeuge war Swissair schon anderes gewohnt. Oft
spielte sie bei Neuentwicklungen den Vorreiter. Neue Technik hat aber ihre
Tücken. Deshalb waren die ersten Monate oft recht stressig, dem Neuling
mussten noch Manieren beigebracht werden. Dass die A330-223 so ausgereift ist,
darüber sind im Unternehmen alle erleichtert und zufrieden. Die
zweistrahlige A330-200 (mit -223 wird die Swissairausführung markiert) ist
zwar ein neues Flugzeug, aber eng mit der ab 1994 eingesetzten A330-300
verwandt. Damit fanden die ersten Betreiber der sechs Meter kürzeren
A330-200 eine ausgefeilte Technik vor.
Swissair
erhielt ihre erste A330 nach den Gesellschaften Canada 3000 und Austrian
Airlines am 10. September 1998. Der erste kommerzielle Einsatz erfolgte am 26.
September. Auf dem Europanetz wuchs der Neuling dann in die Swissair-Umgebung.
Solche Vorstreckeneinsätze haben sich als nützlich erwiesen. Das
Flugzeug kehrt jede Nacht zur Hauptbasis zurück, wo Zeit und Mittel
vorhanden sind, allfällige Kinderkrankheiten besser zu bewältigen als
bei kurzen Zwischenstopps fern der Heimat. Auch ein Ersatz ist in Zürich
ungleich leichter zu finden als Tausende Meilen entfernt. Passagiere merken so
weniger, wenn sich ein Neuling anfänglich störrisch zeigen sollte.
Ende Oktober galt es ernst; die HB-IQA «Sion 2006» startete nach
Delhi. Seither findet man die an ihrer grossen Spannweite von über 60
Metern erkennbaren Jets auf Strecken nach der Golfregion, Mittelafrika und der
Ostküste von Nordamerika. Auch nach Boston wurde die A330 geschickt, als
eine der fünf Boeing 747 wegen Grossüberholung einige Wochen Pause
machen musste. |
Bedeutendste
Umflottung |
Mit der A330-223 hat die Swissair die
grösste und bedeutendste Umflottung in ihrer Geschichte begonnen. Sie
erfordert Nettokosten von 2,4 Milliarden Franken und umfasst 15 A330-223 und
neun A340-600. Damit werden die heutigen Airbus A310, Boeing 747 und als
letztes auch die MD-11 abgelöst. Im Jahre 2006 wird die Swissair
ausschliesslich Flugzeuge aus dem Hause Airbus haben. |
Die Swissairflotte wird von der
SAirGroup-Tochter Flightlease AG bewirtschaftet. Dank eines Joint Ventures mit
der amerikanischen Leasingfirma GATX Capital eroberten sich die beiden
Unternehmen den Platz drei im weltweiten Flugzeugleasing. Die gemeinsame
Managementgesellschaft GATX Flightlease GmbH mit Sitz in Zürich-Kloten
bewirtschaftet rund 200 Flugzeuge im Wert von rund neun Milliarden Franken.
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