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Von Andy Fischer, 27. August 1999
Im Voice Unterricht wird Piloten beigebracht, dass der Wind, den man vom Tower für Start und Landung mitgeteilt bekommt, nicht wiederholt werden muss. In der Praxis verleitet dies viele Piloten dazu, den Wind gar nicht zu registrieren. Dieses nicht-Wahrnehmen einer wichtigen Information führt des öfteren zu schlechten Landungen oder kann sogar zu einem Unfall führen. Jeder Pilot muss sich im klaren sein, woher und wie stark der Wind auf das Flugzeug wirkt. Das Problem liegt für die meisten Piloten in der zur Verfügung stehenden Zeit vom Erhalt der Landefreigabe bis zum Aufsetzen auf der Piste. Das Unheil beginnt bei vielen Piloten bereits beim Abhören des ATIS, denn der Wind wird gar nicht aufgeschrieben und meist auch nicht zu Kenntnis genommen. Mit dieser Information bereiten Profis ihre Landung vor, und bei Erhalt der «landing clearance» muss nur noch auf die Veränderung geachtet werden. Niemand ist in der Lage, im Endanflug mittels Tabellen die Querwindkomponente zu ermitteln. Aber dies ist meist auch nicht notwendig. Jeder Pilot kann den Wind und die daraus resultierenden Komponenten auf seinem Kurskreisel ablesen. Im vorliegenden Beispiel ist sofort erkennbar, dass ein Wind von 160° mit einem Winkel von 70° von rechts auf das Flugzeug einwirkt. Das Flugzeugsymbol in der Mitte des Gyro's macht den Winkel in Bezug auf die Flugzeuglängsachse direkt sichtbar.
1. Drittel (z.B. 110°/15kts) - Headwind 3/3 (= 15 kts) - Crosswind 1/3 (= 5 kts) 2. Drittel (z.B. 140°/15kts) - Headwind 2/3 (= 10 kts) - Crosswind 2/3 (= 10 kts) 3. Drittel (z.B. 160°/15kts) - Headwind 1/3 (= 5 kts) - Crosswind 3/3 (= 15 kts) ![]() Mit dem Wissen über die Windverhältnisse wird jede Landung einfacher. Da wäre nur noch die Sache mit dem Fuss - mehr darüber beim nächsten mal. |
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